Vorwort Sommer-Newsletter JuAr Basel 02/2017: Die Ernsthaftigkeit, mit der Jugendarbeit betrieben wird


Liebe Leserinnen

Liebe Leser

 

JuAr Basel im Jubiläumsjahr. 75 Jahre Jugendarbeit, dieser Umstand lädt zum Reflektieren ein. Über unser Metier und über die gewaltigen gesellschaftlichen Entwicklungen, welche in diesem Dreiviertel-Jahrhundert stattgefunden haben.

 

Die Welt von 1942 erscheint uns heute wie ein ferner Spiegel unserer Lebensrealität. Die Rolle junger Menschen in der Gesellschaft hat sich bei uns in der Schweiz seither dramatisch verändert. Vieles, was wir heute anbieten, hätte man sich damals nicht einmal vorstellen können.

 

Vieles, was damals dazugehörte, erscheint uns aus der heutigen Optik extrem autoritär und altväterlich. Doch dürfen wir die Auffassungen der Gründergeneration keineswegs an unseren zeitgenössischen Lebensrealitäten messen.

 

Für das Jahr 1942 war die Gründung der Basler Freizeitaktion (BFA), wie die JuAr Basel damals geheissen hat, ein durchaus revolutionärer Akt, der in den konservativen Kreisen jener Zeit auch auf Widerstand gestossen ist.

 

Damals, mitten im Zweiten Weltkrieg, wurde von der Jugend in erster Linie verlangt, dass sie zu gehorchen, sich unterzuordnen, einzuordnen habe.

 

Von der hoch-partizipativen Offenen Jugendarbeit unserer Tage, welche die Anliegen, Wünsche, Interessen ihrer Kundschaft ins Zentrum stellt, Räume, Freiräume und Plattformen für junge Menschen schafft, waren die Anfänge natürlich meilenweit entfernt.

 

Doch sind es die Ernsthaftigkeit, mit der Jugendarbeit betrieben wird, das aufrichtige Engagement für junge Menschen und ihre Lebensrealitäten, die Energie, die in die Gestaltung bestmöglicher Konzepte und Angebote für Junge fliesst, die uns mit der Gründergeneration verbindet.

 

Dies wird gerade in unserer Chronik sehr stark spürbar, die wir dieses Jahr veröffentlicht haben.

 

Die beiden Hauptgeschichten dieses Newsletters sind dann auch der Vergangenheit und dem aktuellen Geschehen gewidmet. Die eine ist eine Hintergrund-Story zu unserer Chronik, die andere beschreibt den diesjährigen «Pärkli Jam», ein Festival von JuAr Basel, das ein Musterbeispiel zeitgemässer, hochgradig partizipativer Jugendarbeit darstellt.

 

So schlagen wir einen Bogen von den Anfängen unserer Organisation zur Gegenwart.

 

In ihrem Jubiläumsjahr steht die JuAr Basel stark und fest in der regionalen Landschaft – als grösste und traditionsreichste Anbieterin von professioneller Offener Jugendarbeit.

 

Unsere Organisation sieht sich als Anwältin der Basler Jugend, als Möglichmacherin und Sensor für die Befindlichkeit dieser Jugend.

 

In diesem Sinne arbeiten unsere 18 Angebote, dies mit Erfolg, denn unsere Nutzungszahlen haben sich in den letzten Jahren auf hohem Niveau stabilisiert. 2016 wurden sie 170'000 Mal genutzt.

 

Doch wir bleiben natürlich nicht stehen, entwickeln unsere Inhalte stetig und inspiriert weiter, um in der schnellen Welt der Entwicklungen, im schnellen Takt, den die jungen Nutzerinnen und Nutzer uns vorgeben, präsent zu sein – und zu bleiben.

 

Wer weiss, was unsere Nachfahren in 75 Jahren über uns sagen werden...

 

Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen mit unserem Sommer-Newsletter.

 

Beste Grüsse

 

One Love

 

Christian Platz, Präsident JuAr Basel

 

 

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