Vorwort Winter-Newsletter 2017 JuAr Basel 03/2017: Suchen und angenommen werden

In der verrückten Fotokammer des JuAr Basel Fests: Christian Platz und Angela Neumann (JuAr Basel/colourkey).

 

 

Liebe Leserinnen und Leser

Liebe Freundinnen und Freunde von JuAr Basel

 

Es gibt ja jenen ausserordentlich wichtigen Moment in der Dramaturgie des Weihnachtsmythos. Zwei Menschen irren durch einen fremden Ort, niemand will sie aufnehmen, sie müssen mit einem Stall Vorlieb nehmen.

 

Und ebendort, zwischen Strohballen, Ochs und Esel, ereignet sich das Wunder einer Ankunft, welche die Schicksalskarten der Zukunft neu mischt. Suchen und abgewiesen werden, eine tragische Situation, die sich als Schlüsselszene in den Menschheitsroman eingeschrieben hat – auch als Warnung, vor Mangel an Menschlichkeit.

 

Die Arbeit von JuAr Basel stellt die andere Version dieser Urszene dar: Suchen und angenommen werden.

 

Angenommen werden, ankommen, Räume, physische, emotionale und gedankliche finden, in denen Entfaltung möglich ist, dies bietet unsere Organisation jungen Menschen seit 75 Jahren. Die Konzepte und Programme, die beruflichen Anforderungen und Herausforderungen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Offenen Jugendarbeit mögen sich im Lauf der Jahrzehnte gewandelt haben.

 

Doch es bleiben diese Grundgedanken: Aufnahme bieten, Vertrauen geben, Anliegen ermöglichen.

 

Jahr für Jahr finden junge Menschen in den 18 Angeboten von JuAr Basel Aufnahme, wir geben ihren Anliegen, Fragen, Plänen Raum, Entfaltungsraum – und vor allem ihren Persönlichkeiten, denn jeder Mensch ist einzigartig und genau das macht jeden Menschen so überaus wertvoll.

 

Bei JuAr Basel können Jugendliche einkehren, teilnehmen, ankommen, das grossartige Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter macht dies möglich, jeden Tag, in unterschiedlichster Art und Weise.

 

Ich persönlich bin stolz darauf, die Menschen, die für unsere Organisation arbeiten, meine Kolleginnen und Kollegen nennen zu dürfen. In diesem Sinn bin auch ich, als dienstältestes Vorstandsmitglied des Hauses, angekommen. Und dankbar dafür.

 

Ich wünsche Ihnen allen eine glücksbringende Weihnachtszeit, lassen Sie den Stress des Alltags hinter sich, denn am Ende zählt nur ein Wert, die Liebe – und rutschen Sie formidabel ins 2018.

 

Beste Grüsse

 

One Love

 

Christian Platz, Präsident JuAr Basel

Teilen
Please reload

Aktuelle Einträge