Ein Treff für die Mädchen im Gundeli: Breit abgestützt – und unsere Mädona-Ladies packen an

Am Anfang stand ein runder Tisch, einberufen von der Quartierkoordination Gundeldingen – sein Zweck: Den Bedarf und die Chancen für Mädchenarbeit im Gundeli ermitteln. Inzwischen ist daraus ein breit abgestütztes Projekt geworden, das im Alltag vom Team des Mädchentreffs Mädona, der bekanntlich zu JuAr Basel gehört, durchgezogen wird.

Mit grossem Engagement und sehr guten Resultaten

 

 

Seit 1992 bietet JuAr Basel – mit grossem Engagement und sehr guten Resultaten –  Mädchenarbeit an. Das Rezept dafür wurde im Mädona (seit 2001) verfeinert, ein Treff, der erstaunlicherweise immer Mühe hatte, sich bei unseren städtischen Auftraggebern zu behaupten, sich jedoch – dank grosszügiger Zuwendungen der Christoph Merian-, der Sulger-Stiftung und anderen Organisationen, die innovative Jugendarbeit für Mädchen und junge Frauen richtig einschätzen können – stetig weiterentwickeln konnte.

  

 

Allein’ auf weiter Flur

 

Viele Jahre lang stand das Mädona in unserer Region allein’ auf weiter Flur, obwohl die Arbeit des Hauses schon lange – und ganz real – bewiesen hat, dass zupackende, alltagsorientierte Mädchenarbeit, jenseits aller Ideologie, notwendig ist und bei ihrer Kundschaft auf grosse Gegenliebe stösst. Nur ins amtliche Raster scheint diese Art der Offenen Jugendarbeit nicht so richtig passen zu wollen, obwohl Gender-Projekte und

-Themen sich ansonsten grosser Beliebtheit erfreuen.

 

Es ist für uns also hocherfreulich, dass unsere ausgewiesenen Spezialistinnen für Mädchenarbeit, die Mädona-Frauen Angie Halbeisen Orlando und Carmen Büche, nun auch für das Gundeli tätig sein können. Dies ist ein veritabler Brückenschlag über die ganze Stadt.

 

Chancengleichheit für Mädchen und junge Frauen

Angestossen wurde die Geschichte von der Quartierkoordination Gundeldingen, die einen runden Tisch einberufen hat, an dem diverse Organisationen sassen und sitzen. Die Robi Spielaktion, die Mobile Jugendarbeit, JuAr Basel oder die Primarschule Thierstein konnten dabei ihre fachlichen Inputs und ihre Erfahrungen einbringen. Dabei wurde schnell klar, dass auch die Mädchen und jungen Frauen im Gundeli einen Ort suchen, an dem sie ihre eigenständigen Handlungs- und Sozialkompetenzen einüben und entwickeln können.

 

Ein ganz zentrales Thema ist dabei die Förderung der Chancengleichheit für Mädchen und junge Frauen.

Zum Glück kamen alsbald auch die GGG Stadtbibliothek, die im Gundeli Räume für diese Arbeit zur Verfügung stellt und die Sulger-Stiftung an Bord. Ohne diese Organisationen und ihre Aufgeschlossenheit der Mädchenarbeit gegenüber, wäre die Geschichte wohl im Ansatz stecken geblieben.

 

Zunächst konnte eine gründliche Situationsanalyse gemacht werden. Darauf folgte die Konzeption eines dreijährigen Pilotprojekts, in die unsere Mädona-Frauen und JuAr Basel-Geschäftsführerin Elsbeth Meier sehr stark involviert waren. Leider konnte niemand gefunden werden, der die Kosten für ein Projekt dieser Dauer übernehmen würde. Also wurde zunächst ein achtmonatiges Pilotprojekt daraus, das nun weitergeführt wird.

Inhaltliche Regie

 

Das Angebot wird also in den Räumlichkeiten der GGG Stadtbibliothek Gundeli durchgeführt. Hauptzielgruppe sind Mädchen im Alter zwischen 10 und 18 Jahren. Der Treffpunkt spricht insbesondere auch Mädchen mit Migrationshintergrund an. Mittels pro-aktiver Information – hier haben gerade auch die Schulen stark mitgemacht, sie haben die Bedürfnisse der Mädchen eben auch aufmerksam registriert – wurden Eltern, insbesondere Mütter – über das Angebot informiert. Das Mädona-Team übernahm die inhaltliche Regie, der runde Tisch steht ihnen weiterhin zur Seite.  

 

So konnte die Geschichte also 2017 an den Start gehen und stiess bei ihren Kundinnen sehr schnell auf grosse Gegenliebe. Kein Wunder, denn die Anlage des Projekts ist in vorbildlicher Weise bedürfnisorientiert. Gleichzeitig kommen ihm die Vernetzung und die enge Verbindung zur Robi-Spielaktion, dem JuAr Basel-Jugendzentrum PurplePark, der Mobilen Jugendarbeit sowie der zusammen mit JuAr Basel ausgeführten Jugendarbeit in den GGG Stadtbibliotheken zugute.

 

Nun, Ende Juni 2018, hat sich das Projekt gut etabliert, der Treff wird von seiner Zielkundschaft rege und dankbar genutzt und sehr geschätzt. Er stösst auf ein sehr gutes Feedback bei den Eltern. Jetzt wird das Projekt mit Mitteln der CMS evaluiert – und es müssen weitere Geldgeber gefunden werden, die den Betrieb ab Januar 2019 ermöglichen.

 

Wir von JuAr Basel hoffen natürlich, dass wir dem Gundeldinger Quartier die gute Mädchenarbeit erhalten können.

 

 

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