Vorwort Herbst-Newsletter JuAr Basel 03/2018


Liebe Leserinnen, Liebe Leser

Liebe Freundinnen und Freunde von JuAr Basel

Soeben haben Sie den Herbst-Newsletter von JuAr Basel erhalten, mit aktuellen News aus dem Wirken und Weben unserer Offenen Jugendarbeit.

Unter Hochdruck bereiten wir uns bereits auf die kommenden Subventionsverhandlungen für die Jahre 2020 bis 2023 vor. Dabei gibt es viele Schauplätze und Nebenschauplätze.

Wir verhandelten neulich etwa intensiv mit der Abteilung Jugendhilfe des Erziehungsdepartements für die Zukunft unserer Jugendberatung, der einzigen – und personell notorisch unterbesetzten – Beratungsstelle ihrer Art in unserer Region, die im ganzen Basler Sozialkuchen ausserordentlich geschätzt und als unverzichtbar erkannt wird. Wir haben nämlich auch auf diesem Feld einen moderaten finanziellen Mehrbedarf, der im Wesentlichen darauf beruht, dass der Leiter des Angebots mit Nachwuchs gesegnet wurde. Leider konnten wir bei unserem Gegenüber bei der Stadt dafür kein Verständnis erhalten – und die Angelegenheit kommt nun vor den Grossen Rat...

Moderater finanzieller Mehrbedarf ist zu einem Leitmotiv der kommenden Verhandlungen geworden, denn in den letzten Subventionsperioden konnte JuAr Basel nie eine echte Erhöhung ihrer Subventionen erreichen. Abgesehen von Mietpauschalen, die aber postwendend wieder an den Kanton zurückflossen. Dieser Newsletter enthält einen längeren Artikel über unsere diesbezügliche Situation.

Räumlichen Mehrbedarf hat schon lange das Jugendzentrum Eglisee, dessen Baracke viel zu eng ist für seine wachsende junge Nutzerschaft. Hier bewegt sich nun endlich etwas. Mehr darüber lesen sie ebenfalls in diesem Newsletter.

Ein weiteres Thema ist die neue Jugendapp, die im November mit Basler Inhalten versehen wird. Lesen Sie auch darüber eine aktuelle Hintergrundgeschichte.

Verhandlungen um finanzielle Mittel, mit der Stadt oder mit Stiftungen, Konzeptarbeit im Maschinenraum der Offenen Jugendarbeit, immer wieder mal Notfalleinsätze wegen drängender Themen... Nach zwölf Jahren Vorstandstätigkeit für JuAr Basel habe ich mich daran gewöhnt, habe auch viel daraus gelernt. Aber es sind – weiss Gott – nicht diese Dinge, die mich bei der Stange halten...

Es sind vielmehr die unzähligen positiven Geschichten und Begegnungen, die ganz direkt mit der Basis, mit der Offenen Jugendarbeit an sich zu tun haben, die mich immer wieder begeistern. Geschichten, etwa über jenes junge Mädchen, das nun endlich, nach langer Suche eine Lehrstelle gefunden hat, weil sich eine engagierte Jugendarbeiterin gut um sie kümmerte, Geschichten über ganz konkrete innovative kulturelle Anlässe, die den Köpfen und Herzen von jungen Menschen entsprungen sind, und mit «a little help» von Mitarbeitenden unserer Organisation in die Realität gesetzt werden konnten, Geschichten über Aussenseiterinnen und Aussenseiter aus Randzonen unserer Gesellschaft, die in einem Jugendhaus endlich Anschluss und Respekt gefunden haben, weil unsere Teams eine Stimmung schaffen können, die so etwas möglich macht.

Solche Geschichten produziert JuAr Basel am Laufmeter. Und nebst allen so genannten Leistungsnachweisen, nebst allen Kostenstellenrechnungen und jener unersättlichen Suche nach Fehlverhalten unsererseits, jener Gier nach vollkommener Transparenz, die sich unsere Partnerinnen und Partner vom Amt in den letzten Jahren auf die Flaggen geschrieben haben, die am Ende, wenn wir nicht aufpassen, auch noch die letzten produktiven Grauzonen und Nischen in unserer Gesellschaft wegputzen, in denen gute soziale Realitäten letztlich geschaffen werden, nebst all diesen Mühseligkeiten, sind es diese realen Geschichten, die mir den Mut zum Weitermachen geben.

Es sind aber auch unsere tollen Mitarbeitenden und unsere hochdynamische zweiköpfige Geschäftsführung, die bekanntlich aus Elsbeth Meier und Albrecht Schönbucher besteht, deren phantastische Arbeit mich immer wieder motiviert, ja begeistert. Solange ich mit Überzeugung sagen kann, dass alles, was wir tun, der Jugend dieser Stadt zugute kommt, ganz direkt, ganz real, ganz handfest, werde ich zur Verfügung stehen.

Ich wünsche Ihnen, liebe Leserinnen, liebe Leser, viel Vergnügen bei der Lektüre diese Newsletters und einen goldenen Herbst.

One Love! Herzlich

Christian Platz, Präsident JuAr Basel

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