Jugendzentrum Eglisee: Der zweite Pavillon steht nun stolz neben dem Mutterhaus

Letztes Jahr bekam JuAr Basel ein grossartiges Geschenk. Die Macherinnen und Macher des Kunstprojekts «Es war einmal beim Kunstmuseum» haben uns nach der Finissage ihren nagelneuen, von der Architektin Martina Kausch gebauten, Pavillon geschenkt, als Erweiterung des Jugendzentrums Eglisee. Nun steht er stolz auf dem Gelände.

Schneller Vorstandsentscheid

Allerdings musste JuAr Basel trotzdem einige Kosten für den Aufbau des Gebäudes übernehmen. Ein schneller Vorstandsentscheid sowie grosszügige Zuwendungen von Stiftungen machten es möglich, dass der neue Pavillon, kurz nach Beendigung der Ausstellung, auf dem Gelände des Jugendzentrums Eglisee aufgebaut werden konnte. Dazu haben die jungen Nutzerinnen und Nutzer des Hauses sehr viel beigetragen.

Ganz im Sinne partizipativer Jugendarbeit...

Angeleitet von den Handwerkern, die für die Anpassung des Pavillons an seine neue Funktion als Bestandteil eines Jugendzentrums, notwendig waren, haben Jugendliche, die regelmässig im Haus zu Gast sind, emsig Hand angelegt. Ganz im Sinne partizipativer Jugendarbeit stiegen sie auf Leitern, mit Werkzeug, Farben, Baumaterial ausgerüstet, und arbeiteten freudig mit. Bastian Bugnon, Leiter des Hauses, erzählt: «Es war uns von Anfang an wichtig, die Nutzerschaft in diese Arbeiten einzubeziehen. Also haben wir mit der Architektin und den Handwerkern besprochen, bei welchen Schritten dies Sinn machen würde. Es war also alles bestens geplant und vorbereitet. Die Jugendlichen haben sich dann auch richtig ins Zeug gelegt. Das war eine wirklich positive Erfahrung.»

Besser könnte es nicht sein

Beim Eröffnungsfest, das am 21. Februar über die Bühne gegangen ist, konnte man der jungen Bautruppe den Stolz anmerken. Blitzblank stand nun das neue Gebäude neben der kleinen, heimeligen Baracke, welche der Offenen Jugendarbeit hier am Stadtrand immer nur beschränkten Raum bot. Jahrelang war JuAr Basel bestrebt, mehr Platz für das Angebot zu schaffen – nun war es endlich so weit. Die beiden Bauten erweitern die Möglichkeiten des Angebots beträchtlich. Gerade für teilautonome und autonome Nutzungen, für Tanz- und Musikprojekte sowie als stubenartiger, gemütlicher Rückzugsort für die Jugendlichen ist der Pavillon ideal geeignet. Besser könnte es nicht sein. Nun sind noch einige Innenausbauarbeiten notwendig, dann kann es mit den Nutzungen so richtig losgehen. Im Moment sind die Aussenwände noch jungfräulich weiss. Sie werden aber bald durch Street Art verziert. Auch dieses Projekt will Bugnon als partizipative Angelegenheit verwirklichen. Wie bei der Stammbaracke soll auch hier mit Kunstprofis und Jugendlichen ein Thema erarbeitet und umgesetzt werden. Die alte Baracke wurde ja unlängst mit sehr bewusst gestalteten und ansprechenden Motiven verziert, die das Thema Umwelt aufgreifen und künstlerisch beleuchten. Wir sind auf die Farben und Motive für den neuen Pavillon sehr gespannt.

Mit Leben gefüllt

Für das Eröffnungsfest präparierten Jugendliche, die Stammgäste des Hauses sind, einen veritablen «Apéro riche» für alle geladenen Gäste, alles selbstgemacht, -gebacken, –angerichtet. Es war ein fröhlicher Abend, mit allen, die aktiv am Neubau mitgewirkt haben. Nun muss der Bau nur noch mit Leben gefüllt werden. Und dies wird er, auf viele Jahre hinaus, als vielfältig nutzbare Hülle für die Nutzerinnen und Nutzer des Jugendzentrums Eglisee.

Wir danken allen von Herzen, die dabei geholfen haben, dieses Projekt zu realisieren!

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