Jugendzentrum Lava: Unsere Adresse für Offene und Mobile Jugendarbeit in Birsfelden

 

Das Haus hat direkten Anschluss an den Pausenhof der Primarschule, die Sekundarschule von Birsfelden liegt ebenfalls nur einen Katzensprung vom Jugendzentrum entfernt. Es ist seit vielen Jahren der Treffpunkt der Jugend in diesem Baselbieter Städtchen, das zwischen Birs und Rhein liegt. Gleichzeitig wird von hier aus auch Mobile Jugendarbeit betrieben. Seit 2015 lenkt JuAr Basel dieses Angebot im Auftrag der Gemeinde – und es handelt sich wahrlich um einen Betrieb mit vielen Facetten.

 

«Sehr breites Spektrum»

 

«Wir haben es hier mit einem sehr breiten Spektrum von Jugendlichen zu tun. Von Kids aus intakten Verhältnissen, bis hin zu solchen, die eigentlich noch mehr Aufmerksamkeit brauchen könnten, als wir sie ihnen geben können – und alles zwischendrin», sagt Mesut Bulut, der hier im Haus tätig und als mobiler Jugendarbeiter viel im Städtchen unterwegs ist. «Man darf nicht vergessen, dass wir zudem einen sehr breiten Mix an verschiedenen Kulturen unter unseren Nutzerinnen und Nutzern haben, sie stammen aus etwas 80 Nationen», fügt Claudia Gunzenhauser hinzu, die das Angebot leitet. Zusammen mit dem Jugendarbeiter Dennis Kuyper und wechselnden Praktikantinnen bilden die beiden das Team des Lava, das eigentlich Lavater heisst, nach einer benachbarten Strasse. Dieser Name hat sich in der Umgangssprache mit der Zeit zu Lava abgeschliffen, passenderweise, denn eine brodelnde Qualität – und dies meistens durchaus im positiven Sinne – gehört schliesslich zur Natur der Jugend und ihrer Kultur.

 

Wunderbare Raumsituation

 

Das Team des Hauses ist in der Gemeinde sehr gut vernetzt, ist ein Sensor für die hiesige Jugend und deren Bedürfnisse. Mit der Sekundarschule zusammen werden regelmässig Projekte zum Thema Umgang mit Konflikten durchgeführt. Zudem gibt es eine enge Verbindung zur Musikschule. Dann das Angebot ist mit vielen Räumen gesegnet, auf drei Stöcken. Nebst dem Hauptraum gibt es einen Fitnessbereich mit Trainingsgeräten, für deren Gebrauch die Jugendlichen instruiert werden, es gibt eine gut eingerichtete Werkstatt, einen multifunktionalen Kino-, Disco-, Konzertraum, in dem Veranstaltungen aller Art organisiert werden können – und eben einen grandiosen Musikraum. Das Haus hat das Glück, einen engagierten jungen Mann aus der Musikszene zu seiner Stammkundschaft zählen zu können, Lukas, der momentan eine Ausbildung als Ton-Ingenieur macht. Er probt hier mit seiner Band und ermöglicht anderen jungen Bands, im Haus zu proben sowie aufzunehmen. Er kennt sich in allen technischen Belangen aus und besorgt im Haus alles, was mit dem tönenden Metier zusammenhängt. Ein Lehrer von der Musikschule erteilt im Musikraum zudem Unterricht – elektrische Gitarre –, und hilft ebenfalls bei der Hege und Pflege des Raums mit.

 

 

Musik & Sport

 

Der Bezug zur Musik ist hier stark. Konzerte mit der Musikschule, Festivals mit mehreren jungen Bands, Partys mit hauseigenen DJs gehören zum Programm. Alle Veranstaltungen werden auf partizipativer Basis, oft auch teilautonom durchgeführt. Gleichzeitig ist der Hauptraum für viele Kids ein zweites Wohnzimmer, wo sie immer ein offenes Ohr finden. Dennis Kuyper: «In letzter Zeit haben wir, weil für viele der Jugendlichen der Schulabschluss bevorstand, sehr vielen bei der Lehrstellensuche geholfen.» Unter den Jüngeren sei das Thema erste Liebe, erste Beziehung in den letzten Monaten stark präsent gewesen. Das Team des Hauses ist an allen Anliegen und Bedürfnisse interessiert, die von den Jugendlichen hineingetragen werden. Was momentan enorm im Trend liegt, ist Sport aller Art. Das merkt gerade auch Mesut sehr stark.