Vorwort Sommer-Newsletter JuAr Basel 06/2020

 

 

 

JuAr Basel Sommer-Newsletter 2020

 

Vorwort des Präsidenten

 

Liebe Leserinnen und Leser 

 

Liebe Freundinnen und Freunde von JuAr Basel

 

Die Jugendarbeit Basel (JuAr Basel) arbeitet auf vielen thematischen Feldern. Wir bauen für Jugendliche und junge Erwachsene Plattformen, auf denen sie sich kulturell verwirklichen können, wir entwickeln Projekte zu Themen, für die sich unsere Nutzer*innen interessieren, wir stehen ihnen bei vielen Lebensfragen, Liebesfragen, Sinnfragen, schwierigen Entscheidungen, Ausbildungs-, Familien- und Schulproblemen mit Rat und Tat beiseite. 

 

Gerade für Teenager, die sich langsam vom Elternhaus abzulösen beginnen, sind unsere Mitarbeitenden eine ganz wichtige Stimme, auf die sie sich verlassen können. Sie finden oft einen Zugang zu den Jugendlichen, den in diesem Alter weder die Schule, noch die Tagesstrukturen (das wissen wir, denn wir betreiben selber ein grosses Angebot dieser Art), die von den Kids der kontrollierten Schulzone zugerechnet werden, noch das Elternhaus haben können. 

 

Und – last but not least – bieten wir auch Räume an, die den Jugendlichen in ihrer Freizeit zur Verfügung stehen, wo sie sich entspannen und einfach sie selbst sein können. 

 

Die JuAr Basel hat bis zu ihrem 70. Geburtstag im Jahr 2012 ja Basler Freizeitaktion geheissen, ein Name, der bei seiner Änderung schon lange überholt war. Erstens, weil wir keine Aktionen machten, sondern längst in wohl etablierten festen Angeboten arbeiteten. Zweitens, weil sich das Modell der Offenen Jugendarbeit schon seit geraumer Zeit stark professionalisiert hatte, der Freizeitbereich war im Metier zwar immer noch wichtig, stellte aber nunmehr lediglich noch einen Teil jenes komplexen Mosaiks dar, das moderne Jugendarbeit ausmacht. 

 

Tatsächlich agieren wir oft dort, wo den Jugendlichen und jungen Erwachsenen sonst niemand zur Verfügung steht, sei es in der Beratung, der Hausaufgaben-Hilfe – und oft genug bei massiven Problemen, die unsere gut-ausgebildeten Mitarbeitenden einschätzen, einordnen, triagieren können. Im Extremfall geht dies bis zum Verhindern von Gewalttaten oder Suiziden. Leider hat dies ein Teil der staatlichen Akteure, mit denen wir es zu tun haben, immer noch nicht so ganz begriffen und möchte uns scheinbar in die Freizeitecke zurückdrängen. Deshalb würden wir uns, im Falle eines künftigen Lockdowns, wünschen, definierte Teilangebote mit der Möglichkeit von face-to-face-Kontakten – beispielsweise für wichtige Gespräche mit Jugendlichen oder kleinen Gruppen – aufrechterhalten zu können statt unsere offenen Angebote komplett schliessen zu müssen.

 

Dabei hat sich gerade in der schwierigen Lockdown-Zeit gezeigt, wie sehr die Jugendlichen unsere Angebote brauchen. Sie meldeten sich teilweise täglich mittels Internet-Medien bei unseren Teams, wenn sie mit der Situation nicht klargekommen sind, wenn ihnen daheim die Decke auf den Kopf gefallen ist, wenn sie Rat und Tat zum Umgang mit der Informationsflut brauchten, die durch Corona entfesselt wurde, wenn sie mit dem Fernunterricht der Schule nicht klarkamen, wenn sie von Zukunftsängsten geplagt wurden – und so weiter – und so weiter.

 

Unsere Leute waren sofort bereit, von Null auf Hundert, haben mit digitalen Medien gearbeitet, sich das dazu notwendige neue Wissen umgehend angeeignet, haben mit Angeboten auf dem Internet experimentiert. Das war echtes Engagement, das von Herzen kam. Dafür kann ich unseren Mitarbeiterinnen – als Präsident von JuAr Basel – nicht genug danken: Leute, Ihr seid die Besten! 

 

Und die ganz gute Nachricht kommt zum Schluss: Wir konnten während dem Lockdown endlich wieder ein Jugendhaus in Kleinhüningen eröffnen, was wir schon seit Jahren wollten. Denn das – massiv ausgelastete – Jugendzentrum Dreirosen war ja einst Ersatz für das Jugendhaus Barracuda, das wiederum auf das Jugi beim Stücki-Areal folgte, in dem ich als junger Erwachsener in Ausbildung zu günstigen Bedingungen mit meiner Band proben durfte, dessen Vorgänger wiederum das Fischerstübli war. Mit dem Umzug in den Kopf der Dreirosenbrücke hatten wir keinen Standort in Kleinhüningen mehr, was uns immer ein bisschen wurmte. Nun sind wir dort wieder präsent – und natürlich finden Sie, liebe Leserinnen und Leser, in diesem Newsletter einen Artikel zum neuen Angebot, geschrieben von unserem Geschäftsführer Albrecht Schönbucher, der von dieser Eröffnung genauso begeistert ist wie der Präsident…

 

...der Ihnen allen nun viel Vergnügen mit unserem Sommer-Newsletter wünschen darf – sowie einen wunderbaren, möglichst virenfreien Sommer. 

 

One Love

 

Beste Grüsse

 

Christian Platz

Präsident JuAr Basel

 

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